Paintball – das Spiel mit den farbigen Bällen

Wer kennt es noch nicht, das trendige Spiel mit den Farben? Das moderne „Räuber&Gendarm“.
Doch es gibt so einige Details bei diesem Spiel, welche bei genauer Betrachtung die Freude nehmen können, wenn den Durchblick bei allen Gesetzen behalten will.

Die United Arms wird als übergreifende Organisation, auch jene Waffenbesitzer vertreten die nach außen hin nicht sofort als solche wahr genommen werden.
Bei unseren europäischen Nachbarn in Österreich oder Tschechien zum Beispiel, werden Paintballmarkierer als das angesehen was sie sind, Spielzeug. Insbesondere in Bezug auf die Geschossenergie.

Leider ist das deutsche Waffengesetz in seiner jetztigen Form nur unzureichend in der Lage, dem Paintball und auch Airsoft einen klaren Rahmen zu geben.
Denn als die betreffenden Paragraphen geschrieben wurden, gab es noch keinen solchen Sport. Man kannte bis dato nur die Luftgewehre die Bleikugeln verschießen. Da diese Geschosse mit höherer Energie durchaus in der Lage sind einen Menschen schwer zu verletzten oder gar zu töten, gab als die bekannte Reglementierung auf 7,5Joule Geschossenergie.

 

Wie sich Paintball dann Ende der 1980er Jahre auch in Deutschland langsam etabliert hat, wurden die Sportgeräte schlicht ignoriert und damit den Luftgewehren gleich gestellt.

 

Daher treten wir als United Arms auch an, dies zu ändern und Paintball aus der gesetzlichen Grauzone hervorzuholen.
Es ist ein Spiel und sollte nicht mit unzähligen Gesetzen beladen werden.

Was ist Paintball?
Beim Paintball geht es primär darum, den Gegner zu markieren und damit aus dem Spiel heraus zu nehmen.

Es gibt verschiedene Arten von Paintball, im groben unterscheidet man unter zweien

  • SupAir
    Es umfasst im gängigen Sprachgebrauch die sportliche Varianten Speedball und Turnierspiele.
    Hier treten zwei Teams auf einem Spielfeld gegeneinander an, auf welchem vordefenierte Hindernisse aufgestellt sind.
    Meist aufblasbare Körper verschiedener Form und Größe.
    Die Bekleidung besteht aus belastbaren Trikots, ählich wie im Fußball z.b., und gefütterten Hosen mit denen man über den Boden rutschen kann.
    Ziel des Spiels ist es möglichst viele Punkte zu erzielen, z.b. durch das Einnehmen von Flaggen.

 

  • Woodland
    Hier wird im wäldlicher oder urbaner Umgebung gespielt. Es kann im Grunde mit dem altbekannten „Räuber&Gendarm“ oder auch „Cowboy&Indianer“aus Kindertagen verglichen werden.
    Im Gegensatz zum Supair schaut es martialischer aus, da aus praktischen Gründen Tarnkleidung und militärische Ausrüstung getragen wird, wobei sich auch normale SupAir Spieler häufig eine gemütliche Runde in der Natur gönnen ohne gleich wie „Rambo“ aussehen zu müssen.
    Es gibt natürliche Hindernisse wie Bäume und Sträucher, aber auch Gebäude oder Fahrzeuge die sich bereits auf dem Gelände befinden. Häufig werden auch Holzhindernisse und Deckungen gebaut, bei denen man Fahrzeuge oder Gebäude nachbildet.
    Die Spielfelder sind mitunter stark assymetrisch aufgebaut, wodurch sich bei einem Seitenwechsel auch eine Taktikänderung ergibt.
    Die Markierer können neben normalen SupAir Geräten, auch nachbildungen von modernen Feuerwaffen sein.

 

Paintball und waffenrechtliche Gesetze

In Deutschland sind die Sportgeräte, die Markierer, Waffen per Defenition im Gesetz. Im Gegensatz zu unseren europäischen Nachbarn, sind die Markierer reglementiert und auch der Umgang mit ihnen streng geregelt ist.
Gerade Anfänger sind nicht bewusst, welche Gesetze alles beachtet werden müssen.

Um überhaupt ausserhalb eines zugelassenen Schießstandes schießen zu können, müssen dürfen die Markierer als „freie Waffe“ deklariert sein. Das heißt eine maximale Geschoßenergie von 7,5Joule und mit „F-Zeichen“ versehen sein. Damit dürfen sie auch frei von Volljährigen Personen erworben und besessen werden.

Ohne dieses Zeichen und mit höherer Geschoßenergie, werden Markierer als „erwerbspflichtige Schusswaffen“ angesehen für die man eine Waffenbesitzkarte benötigt. Aber mangels offizieller Anerkennung des Sports, kann diese Berechtigung nicht erteilt werden, weil alle erwerbspflichtigen Waffen in Deutschland ein „Bedürfnis“ benötigen, welches der Besitzer einfordert. So z.b. der Sportschütze oder Jäger.
Zum Vergleich, auf ausländischen Turnieren wird über 10Joule geschossen.

Geschoßen werden darf eine „freie Waffe“ nur auf einem befriedetem Grundstück, wenn gewährleistet ist dass keine Geschoße das Gelände verlassen können.
Das sind dann z.b. zugelassene Paintballfelder oder auch der heimische Keller. Das schießen im Garten kann schon ein Gesetzverstoß darstellen, da ja die Geschoße das Gelände verlassen könnten.

Paintballmarkierer dürfen auch nur auf befriedetem Grund geführt werden. Ausserhalb muss der Markierer in einem Behältnis verschlossenem Behältnis aufbewahrt und transportiert werden.

Bei der Lagerung muss sichergestellt sein, dass nur berechtigte Personen ab 18Jahren Zugriff auf die Markierer haben. Das wird gegeben in dem entweder keine Kinder im Haushalt wohnen oder die Markierer abgeschlossen in einem Schrank oder auch Raum aufbewahrt werden, solange die Kinder keinen Zugriff auf die Schlüssel haben.

Beim Transport gilt wie für alle Waffen „nicht zugriffsbereit“ und in einem verschlossenem Behältnis. Das heisst die Waffe darf nicht mit einfachen Handgriffen schnell in Anschlag und zum Schuss gebracht werden.
Dies kann entweder eine Kiste oder Tasche mit Vorhängeschloß sein, aber auch eine Einkaufstüte die mit einem Kabelbinder versehen ist oder ein Karton mit Klebeband umwickelt.

Man sieht, es ist nicht leicht bei der Menge an Gesetzen und Regeln durch zu blicken.
Es gibt noch eine Vielzahl weiterer Punkte, welche öfters für kontroverse Diskussionen sorgen und immer wieder dafür sorgen, dass unbewusst gegen Gesetze oder Verordnungen verstoßen wird.

weitere Informationen hält Wikipedia bereit.
https://de.wikipedia.org/wiki/Paintball

leopold

leopold

Mein Name ist Leopold Hollerith, ich bin Waffenhändler aus BadenWürttemberg.

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